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(Foto: farbfilm / Elmer van der Marel)

Filmische Qualität:   4 / 5
Regie:Mischa Kamp
Darsteller:Vita Heijmen, Beppie Melissen, Noortje Herlaar, Guido Pollemans, George Tobal, Sascha Ger?ak
Land, Jahr:Niederlande, Deutschland 2019
Laufzeit:86 Minuten
Genre:
Publikum:ohne Altersbeschränkung
Einschränkungen:
Auf DVD:6/2020

Für den gerade auf DVD erschienene Spielfilm „Romys Salon“ („Kapsalon Romy“) adaptiert die niederländische Kinderbuchautorin Tamara Bos selbst ihr gleichnamiges Buch. Regie führt Mischa Kamp, mit der Tamara Bos zusammen bereits 2005 „Ein Pferd für Winky“ realisiert hatte, der 2006 auf der Berlinale aufgeführt und mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde.

„Romys Salon“ handelt von der Beziehung zwischen der etwa 10-jährigen Romy (Vita Heijmen) und ihrer Großmutter Stine (Beppie Melissen). Das Scheidungskind, dessen Mutter Margot (Noortje Herlaar) viel arbeitet, soll nach der Schule den Nachmittag im Frisiersalon der Oma verbringen. Denn bei ihrem Vater Willem (Guido Pollemans) möchte sie nicht sein, weil das Haus seiner neuen Freundin gehört, die Romy nicht mag. Allerdings weiß Oma Stine auch nicht so recht, was sie mit der Enkelin anfangen soll. Was zunächst auf Gegenseitigkeit beruht.

Erst als Romy immer mehr Auffälligkeiten im Verhalten ihrer Oma bemerkt, und sich allmählich herausstellt, dass sie an Alzheimer leidet, ändert sich das Oma-Enkelin-Verhältnis. Romy übernimmt nach und nach Aufgaben im Frisiersalon, was ihr das Gefühl gibt, sich für ihre Großmutter verantwortlich zu fühlen: „Oma passte nicht mehr auf mich auf, sondern ich ein bisschen auf sie.“ Schließlich muss Stine ins Pflegeheim ziehen, als der Frisiersalon einem Brand zum Opfer fällt. Aber Romy gibt ihre Oma nicht einfach auf.

Bei der Inszenierung von „Romys Salon“ umschiffen die Filmemacherinnen jede Gefühlsduselei, die eine solche Handlung hätte nach sich ziehen können. Aus kindgerechter Sicht wird hier nicht nur ein furchtbarer Krankheitsverlauf dargestellt, ohne ihn allerdings zu beschönigen. Darüber hinaus gelingt es Bos und Kamp, andeutungsweise, eben aus der Sicht des Kindes die nicht gerade unbelastete Beziehung zwischen Stine und ihrer Tochter Margot darzustellen. 

„Romys Salon“ erhielt den „Frankfurter Buchmesse Film Award“ sowie weitere Preise auf internationalen Kinderfilm-Festivals.