Lesezeit: ≈ 2 Minuten

Schon lange vor der Geburt können heute die Eltern wissen, ob ihr Kind ein Junge oder ein Mädchen sein wird. Und fast alle Eltern wollen es auch vorher wissen. Sie werden auch von Freunden und Verwandten gefragt: Junge oder Mädchen? Und die Ultraschall-Bilder geben spätestens nach dem 3. Monat eindeutige Auskunft.

Dann beginnt die Suche nach dem passenden Namen, der allen gefällt. Manchmal ist es ein zermürbender Prozess, da die Vorstellungen von Mutter und Vater nicht immer dieselben sind – und wenn noch weitere Personen in die Namensfindung einbezogen werden, wird es noch komplizierter. Einige plädieren für einen ausgefallenen Namen, wobei sie nicht vergessen dürfen, dass ihr Kind diesen Namen ein Leben lang tragen muss. Andere suchen einen Namen aus, der voll im Trend liegt. Was kommt bundesweit dabei heraus? Welches sind schließlich die am häufigsten gewählten Vornamen?

Bei den Mädchen konstanter als bei den Jungen

Im letzten Jahrzehnt wurden die Namen, vor allem bei den Mädchen, aus einem nicht sehr variierenden Pool genommen. Immer wieder wechselten sich Marie und Sophie an der Spitze ab. Erst auf den folgenden Plätzen fand man Hanna, Emilia oder Charlotte. Erstmals in 2019 nahm Emma die Spitzenposition ein, gefolgt von Emilia.

Bei den Jungen gab es eine etwas größere Bandbreite: Lukas, Luka, Felix, Elias, Alexander und Leon lösten sich auf den vorderen Plätzen in den vergangenen Jahren immer wieder ab. Erstmals taucht Ben 2019 an der Spitze auf, gefolgt von Paul und Finn. Ansonsten sind die Plätze unter den ersten 10 Namen seit Jahren relativ konstant geblieben, so dass man schließen kann, dass es starke Gemeinsamkeiten im „Namensgeschmack“ einer Elterngeneration gibt.

Vorbilder aus dem öffentlichen Leben von Sportlern, Politikern, Schauspielern als Namensgeber lassen sich in den letzten Jahren wenigstens nicht im großen Stil ausmachen. Schon seit Jahrzehnten werden die Namen der eigenen Eltern oder Großeltern nur in ganz seltenen Fällen als Namensgeber genommen. Auch die Heiligen spielen in einer immer säkularisierter werdenden Gesellschaft nur in wenigen Familien noch als Namensgeber und Vorbilder eine Rolle.

Wo finde ich weitere Namen?

Im aktuellen „Großen Vornamenlexikon“ von Duden finden werdende Eltern auf 528 Seiten Herkunft und Bedeutung von 8.000 Vornamen, worunter auch Vornamen aus fremden Sprachen und Kulturen wie Shakira oder Gilad auftauchen. Ein Serviceteil informiert darüber hinaus über Schreibweisen von Namen und die beliebtesten Vornamen in 22 Ländern. Zur Entscheidungsfindung also eine hilfreiche Handreichung für werdende Eltern, die dabei immer bedenken sollten, dass der Name, den ihr Kind ein Leben lang tragen wird, meist etwas bedeutet. Wenigstens sollten sie diese Bedeutung kennen und sich fragen, ob sie damit nicht ihrem Kind eine „Hypothek“ mit auf den Lebensweg geben.