Mittwoch, 7 Dezember, 2022

Jugendtrends – Anpassen oder Gegensteuern?

Monika Born

Nummer: 48

5,00 €


Die Einstellungen und Haltungen der jugendlichen Generation prägen jeweils die Zukunft. So ist es verständlich, daß in den letzten zwanzig Jahren eine systematische Untersuchung der Jugend, der Beweggründe ihres Handelns, ihrer Meinungen, ihrer Vorbilder usw. mit den Mitteln der Befragung eingesetzt hat. Die Ergebnisse werden zu Trends hochgerechnet und haben ihrerseits wieder eine Rückwirkung auf die Jugendlichen.

Unterschiede zwischen den Generationen, manchmal sogar den Jahrgängen, hat es immer gegeben; Trend-Aussagen mit Allgemeinheitsanspruch sind neu. Sie können nur beschränkt aussagekräftig sein, und sie sind für den Einzelfall selten hilfreich. Erzieher müssen sich vor allem davor hüten, Trend-Beschreibungen als Entschuldigung für nichtgeleistete Erziehung heranzuziehen: „Die Jugend“ ist eben heute so!

Die vorliegenden Ausführungen von M. Born, die aus der Erziehungspraxis gewonnen sind, begnügen sich nicht mit einer Darstellung der „befragten“ Jugend, sondern geben Eltern und Lehrern eine Fülle von Anregungen, wie sie aus christlicher Sicht die
Erziehungsherausforderungen in Familie und Schule bestehen können. Der Beitrag macht Mut und wirbt um Verständnis für die Jugend, die heute – wie zu allen Zeiten – in dieser Phase ihres Lebens auf der Suche nach Sinn ist und dabei nicht alleine gelassen werden darf.

Monika Born, Dr. pad.; geb. 1942. Ausbildung zur Kindergärtnerin und Berufstätigkeit. Studium an der PH Essen. Seit 1966 Lehrerin an der Volks- bzw. Hauptschule, seit 1970 Fachleiterin für Deutsch am Bezirksseminar für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen. Erziehungswissenschaftliches Studium und Promotion (1977); Dozentin am Institut für Lehrerfortbildung Essen.
Arbeitsgebiete: Didaktik und Methodik der deutschen Sprache und Literatur im Grund- und Hauptschulbereich; allgemeinpädagogische und -didaktische Fragen. Mitglied der Jury „Katholischer Kinderbuchpreis“.