Donnerstag, 9 Dezember, 2021

Gymnasiale Bildung und Erziehung : Anthropologische und pädagogische Grundlagen (Doppelheft)

Lesezeit: ≈ 2 Minuten

Werner Heldmann

Nummer: 46

5,00 €


Das Gymnasium hat trotz aller Anfeindungen in den letzten Jahren in Deutschland den größten Zuwachs und Zuspruch erfahren. Zugleich durchlebte diese Schulform viele und oft dicht aufeinanderfolgende Reformen. Immer wieder standen Fragen nach der Leistungsfähigkeit dieses Schultyps, nach ihrem Fächerkanon, den zu behandelnden Wissensstoffen, dem Verhältnis von Allgemeinbildung zur fachlichen Bildung, nach der Öffnung der Schule für neue Lebensbereiche im Mittelpunkt eines auch öffentlichen Interesses.

Das Allgemeininteresse am Gymnasium legt eine gründliche Auseinandersetzung mit seinem Bildungsund Erziehungsauftrag nahe. Prof. Heldmann, der im Mädchengymnasium Jülich den Aspekt der Studierfähigkeit vor Lehrern und Schülern behandelt hat, stellt in diesem Beitrag eine Begründung unverzichtbarer Bildungswerte vor. Der Autor untersucht dabei die Bedingungen, die am ehesten geeignet sind, jungen Menschen den rechten Zugang zur Sprache und zur Welt zu ermöglichen und sie auf ihrem Weg der Persönlichkeitsentwicklung zu begleiten.

Für Eltern wie Lehrer bedeutet die Orientierung an den Werten, die aus den menschlichen Grundgegebenheiten erwachsen, eine wichtige Hilfe für ihre verantwortungsvolle Bildungs- und Erziehungsarbelt.

Aus dem Inhalt

  • GYMNASIALE BILDUNG: Anthropologische Grundlegung der Fächer und Inhalte – Aufgabe der Bildung und der Fächer – Studierfähigkeit: Umgang mit symbolischen Systemen – Prinzipien gymnasialer Bildungsarbeit
  • STRUKTURIERUNG DES GYMNASIALEN BILDUNGSANGEBOTES: Aufgabe des Unterrichts: Erfassen der Strukturen der Wirklichkeit – Anthropologisch-bildungstheoretische Strukturierung des Unterrichts – Wissenschaftstheoretisch-didaktische – Strukturierung des Unterrichts – Vergegenwärtigung der gemeinsamen Welt in den grundlegenden Fächern
  • ERZIEHUNGSAUFGABE DES GYMNASIALEN UNTERRICHTS: Wirklichkeitsbezug der Wissenschaft – lebensweltliche Erfahrungen und Sinnorientierungen als Bezugspunkte gymnasialer Erziehung – Wissenschaftsorientierung und Verlust der Orientierung in der Welt
  • WERTEERZIEHUNG ANGESICHTS DES WERTEWANDELS, EINES NORMENPLURALISMUS UND DER UNVOLLKOMMENHEIT DES MENSCHEN: Grenzen des Wertewandels – Werte nicht gleich Normen – Werte als Orientierungssysteme – Werte als Ausdruck anthropologischer Grundphänomene – Einsicht der Aufklärung in die Unvollkommenheit und Gefährdung des Menschen 


Werner Heldmann, Prof. Dr., geb. am 20.12.1927, studierte Germanistik, Philosophie, ev. Theologie, Geschichte und Nationalökonomie in Munster/Westf.; 1953 Promotion in Germanistik; 1955 erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien, 1957 Zweite Staatsprüfung; von 1955-1962 im Schuldienst; 1962-1965 Forschungsauftrag zur Geschichte des Schulesens im 16.-18. Jahrhundert; 1965-1970 Tätigkeit im Kultusministerium des Landes Nordrhein-Westfalen; ab 1968 Lehrauftrag für Allgemeine Pädagogik an der Universität Düsseldorf und der Pädagogischen Hochschule Rheinland, Abteilung Neuß; 1971 Ernennung zum Professor an der Pädagogischen Hochschule Rheinland, Abteilung Neuß, seit 1980 an der Universität Düsseldorf; 1975-1985 Mitglied der Studienreformkommission des Landes Nordrhein-Westfalen; 1990-1993 Gastprofessor an der Universität Jena. Buchveröffentlichungen, u.a. „Die Parabel und die parabolischen Erzählformen bei Franz Kafka“, 1953; „Gesellschaft – Bildung – Schule“, 1960; „Lehrerbildung und Bildungsplanung“, 1973; „Gymnasium und moderne Welt“, 1980; „Studierfähigkeit Ergebnisse einer Umfrage“, 1984; „Studierfähigkeit konkret“, 1989; „Kultureller und gesellschaftlicher Auftrag von Schule“, 1990

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