Donnerstag, 9 Dezember, 2021

Freude an Lernen oder Spaß in der Schule : Anmerkungen zu einer pädagogischen Verirrung

Lesezeit: ≈ 2 Minuten

Adam, Konrad

Nummer: 61

5,00 €


Wie sehr unsere heutigen Schüler an den Folgen einer verfehlten Bildungspolitik leiden, haben die Ergebnisse der verschiedenen PISA-Untersuchungen deutlich aufgezeigt. Wurde das deutsche Schulsystem noch in den 60er Jahren als vorbildlich und beispielhaft gepriesen, gratulieren sich heutige Bildungspolitiker, wenn sie einen Mittelplatz erreichen. Ohne Zweifel lässt sich nicht nur eine Ursache für diese Entwicklung benennen. Aber für ein Land, das auf die geistigen Ressourcen seiner Jugend angewiesen ist, führt Bildungsmittelmaß in eine Zukunftskatastrophe.

In diesem Beitrag, den K. Adam vor einer Elterninitiative zur Gründung eines Jungengymnasiums vor den Toren Berlins gehalten hat, verdeutlicht der bekannte Journalist, dass der Ab

schied von Leistungsanforderungen nicht nur zu immer weniger Bildung führt, sondern dass damit auch Jugendlichen der Weg zu einem erfüllten Leben versperrt wird.

Eine Lösung der Bildungsmisere kann aber nicht in staatlicher Totalbetreuung in Ganztagsschulen und Kinderkrippen gesucht werden, sondern in der Stärkung der Familie; denn Eltern sind bessere Erzieher als staatliche Organe.

Daher appelliert Adam an die staatlichen Instanzen, der elterlichen Erziehung wieder mehr zu vertrauen, ihnen weniger Vorschriften zu machen und sie mehr zu unterstützen. Die Eltern ermutigt er, selbst die Erziehung ihrer Kinder in die Hand zu nehmen und sich der staatlichen Bevormundung zu entziehen. 

Konrad Adam, geb. 1942 in Wuppertal; Studium der Alten Sprachen, der Geschichte und der Philosophie in Tübingen, München und Kiel; Anfang 1970 Promotion zum Dr. phil., danach Tätigkeit bei der Deutschen Presse Agentur in Kiel und Hamburg; Ende 1979 Wechsel in die Feuilletonredaktion der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Seit Herbst 2000 politischer Chefkorrespondent der WELT in Berlin.

Die Bildungspolitik steht seit Jahren im Mittelpunkt seiner journalistischen Arbeit. Darüber hinaus hat er Bücher zur deutschen Innenpolitik veröffentlicht, darunter „Die Ohnmacht der Macht“, „Die Republik dankt ab“, „Für Kinder haften die Eltern“ und neuerdings „Die deutsche Bildungsmisere – Pisa und die Folgen“.

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