Donnerstag, 9 Dezember, 2021

Christliche Erziehung als Beitrag zum Gemeinwohl

Lesezeit: ≈ 2 Minuten

Andreas Püttmann

Nummer: 54

5,00 €


Im Zeitalter der Globalisierung und weltweiter Vernetzung reicht es offensichtlich nicht aus, dem einzelnen eine immer größere Menge an Wissen in immer kürzerer Zeit zugänglich zu machen. Wenn nicht das Bemühen, den Menschen gemeinschaftsfähiger zu machen damit Hand in Hand geht, werden wir uns vom Verständnis für den anderen, von wirklicher Toleranz und Akzeptanz anderer eher weiter entfernen.

Der zunehmenden Individualisierung unserer Gesellschaft, der Haltung, die persönlichen Interessen vor den allgemeinen rangieren zu lassen, das Ich dem Wir vorzuziehen, erfordert eine Rückbesinnung darauf, aus welchen Quellen sich ein gesundes Gemeinwesen speist.

Der vorliegende Vortrag, der in der Reihe „Mit welcher Erziehung ins dritte Jahrtausend?“ im Mädchengymna-sium Jülich gehalten wurde, legt nahe, dass das Gemeinwohl etwas mit Erziehung, ja sogar näherhin mit christlicher Erziehung zu tun hat. Der Referent, Dr. Andreas Püttmann, gibt als Sozial- und Politikwissenschaftler Eltern und Lehrern wertvolle Hinweise, was ausschlaggebend ist für eine christliche Erziehung, die zum Gemeinwohl beiträgt.

Diese Erziehung hat das 2.Vatikanische Konzil folgendermaßen charakterisiert: „Die wahre Erziehung erstrebt die Bildung der menschlichen Person in Hinordnung auf ihr letztes Ziel, zugleich aber auch auf das Wohl der Gemeinschaften, deren Glied der Mensch ist und an deren Aufgaben er als Erwachsener einmal Anteil erhalten soll.“

Andreas Püttman, Dr. phil. (Bonn): geb. 1964; Politikwissenschaftler; 1989 bis 1991 Redakteur beim „Rheinischen Merkur“; 1991 katholischer Journalistenpreis für Nachwuchsautoren; seit 1993 Referent für Begabtenförderung bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sankt Augustin.

Publikationen u.a.: Ziviler Ungehorsam und christliche Bürgerloyalität. Konfession und Staatsgesinnung in der Demokratie des Grundgesetzes, Paderborn 1994; Auf Vermittler angewiesen. Wie entsteht öffentliche Meinung über die Kirche? Köln 1996; Mitautor: Wertewandel – Rechtswandel. Perspektiven auf die gefährdeten Voraussetzungen unserer Demokratie, Gräfelfing 1997; Leben Christen anders? Befunde der empirischen Sozialforschung, Köln 1998; Was der Staat an seinen Christen hat, in: Stefan Rehder/Matthias Wolff (Hrsg.) Abschied vom Himmel, Aachen 1999.

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